Erebos [Review]
Buch-Titel:
Erebos
Autor:
Ursula Poznanski
Verlag:
Loewe Verlag
Art:
Broschiert, Taschenbuch
ISBN:
978-3785569573
Preis:
9,95€
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Klappentext:
In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht: Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und – wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise. Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!
Inhalt:
Das sehr intelligente Computerspiel Erebos macht in einer Schule in Longon die Runde. Dabei baut es im Kreise der Spieler eine Art Geheimzirkel auf, da die Regeln eindeutig sind: Niemand redet über das Spiel oder dessen Inhalt. Das Spiel selbst begeistert durch seine individuelle Art, mit den Spielern umzugehen. So bekommt jeder das Gefühl, als würde das Spiel persönlich mit ihm reden.
Die Inhalte des Spieles werden von einem typischen Online-RPG relativ schnell weiterentwickelt: Die Spieler bekommen Aufgaben, die sie in der wirklichen Welt bewältigen müssen. Das reicht von einfachen Botengängen bis hin zur Beseitigung von Gegnern des Spieles. Im Laufe des Buches wird deutlich, dass das Spiel einen großen Masterplan verfolgt. Den herauszufinden stellt sich als sehr schwierig heraus, wie Nick feststellen muss, als er selbst aus dem Spiel verbannt wird. Durch das Schweigegelübte der Spieler, welches auch nach dem Ausscheiden nicht gebrochen werden darf, verrät kaum jemand, was er mit dem Spiel erlebt hat.
Als Nick tiefer gräbt um die Verschwörung aufzudecken, gerät er selbst ins Ziel der Spieler. Außerdem scheint es eine Deadline zu geben, die das große Finale des Spieles beschreibt. Und das scheint nicht im Spiel, sondern im Real Life statt zu finden.
Meinung:
Sehr stimmig! Das Buch ähnelt thematisch Ready Player One von Ernest Cline, hat aber einen anderen Ansatz: Eine Art Geheimzirkel um ein Computerspiel, welches das Real Life der Spieler beeinflussen möchte. Auf ungefähr der Hälfte des Buches ist man kurz enttäuscht, als der Protagonist aus dem Spiel heraus fliegt, jedoch wird die Spannung bereits nach ein paar Seiten wieder aufgebaut. Das Ende ist nicht unbedingt vorhersehbar, kommt aber fast ein wenig zu schnell. Mit der Spannung, die aufgebaut wurde, hätte man noch ein ganzes Weilchen weiterschreiben können.
Dass die Schüler erst irgendwo um die 14 Jahre alt sind, bemerkt man kaum, die ein, zwei Stellen, an denen das erwähnt wird, sind immer ein kleine Überraschung, weil man es schon wieder vergessen hat. Also kein Problem.
Um die obligatorische, kleine Liebesgeschichte kommt man auch hier wieder nicht herum, wobei sie nur sehr nebensächlich behandelt wird.
Bewertung:
Mit kleinen Schwächen schwingt sich das Buch gekonnt in die obere Liga. 4 von 5 möglichen Bonsai-Bäumchen!








