Mein Kommentar zum #Boobsday

08 Aug
8. August 2012
Dieser Artikel ist 838 Tage alt und damit sind die enthaltenen Informationen eventuell nicht mehr aktuell.
Bitte informiere dich gegebenenfalls auch an anderer Stelle.

Weil die Ricarda der Meinung ist, dass ich insbesondere die Teilnehmer vom #Boobsday als niveaulos darstelle, möchte ich nur mal kurz etwas klarstellen:

Ich finde den #Boobsday toll! Ich finde es befreiend, einfach mal Unsinn zu machen und dabei sehen, dass so viele davon begeistert sind und mitmachen.
Aus diesem Grund habe ich auch kurz vor dem ersten Boobsday 2010 eine passende Webseite dazu erstellt, um zum einen kurz zu informieren, worum es denn jetzt eigentlich geht und zum anderen, um den Teilnehmern eine Plattform anzubieten, auf der sie einen Teil der Teilnehmer im Überblick haben. Alle freuten sich, die, die dort Gleichgesinnte finden konnten, die, die in ihrer eigenen Timeline kaum Brüste finden konnten und die kleine Randgruppe Perverser, die einfach nur glotzen wollten.

Nun meinte die Erfinderin gestern sich distanzieren zu wollen, weil es sich in eine Richtung bewegte, die sie nie geplant hatte.
Ihr könnt den Artikel und die Kommentare hier nachlesen.

Nun mein Statement dazu, ganz einfach aus dem Grund, dass sie die Hälfte meiner Kommentare auf ihrem Blog ignoriert und die Tatsachen so verdreht, dass ich am Ende schlecht dastehe:

 

  1. Das Projekt wurde zu keinem Zeitpunkt kommerzialisiert. Der flattr-Button auf der Seite war ein Wunsch von mehreren Twitterern, von denen inzwischen exakt drei auf den Button geklickt haben. Das sind irgendwas um die 2€.
  2. Die Abstimmung am Ende des Tages war ebenfalls eine viel gewünschte Anfrage der Teilnehmer, die ich dann spontan in der Nacht noch umsetzte.
  3. Ricarda schreibt etwas von den Leuten, die ihre Bilder gerne raushätten. Sie ist meine Nachbarin und wusste, dass ich die Seite betreibe, kam trotzdem zu keinem Zeitpunkt auf die Idee, diese angeblichen Anfragen an mich weiterzuleiten. Sie scheinen ihr ja sehr am Herzen zu liegen.
  4. Boobsday ist beliebt. Er wächst von Jahr zu Jahr, was es aber nicht schlechter macht. Die Leute nehmen daran teil, weil sie Spaß an der Aktion haben.
  5. Der ursprüngliche Sinn war das Feiern der Weiblichkeit. Dieses Jahr machen mit Sicherheit genau so viel Leute mit diesem Hintergrund beim Boobsday mit wie beim ersten Jahr.
  6. Der “oberflächliche” Grund ist einfach nur Spaß an der Sache. So formulierte es Ricarda 2010 auch. Und so ist es immer noch.
  7. Viele Teilnehmer denken, es ginge beim BoobsDay um Brustkrebsvorsorge. Dieses Thema hat sich seit dem zweiten Jahr entwickelt und ist nicht das schlechteste. Das kann Ricarda wohl nicht meinen, wenn sie dem Ursprung hinterhertrauert.
  8. Nachdem in den Kommentaren der Vergleich mit RTL gezogen wurde, stieg ich darauf ein. Ein Fazit-ziehender Kommentar meinerseits beschrieb, dass das Niveau vom Boobsday nie viel höher war als das von RTL. Bei diesem Statement bleibe ich.
  9. Ricarda legt dies so aus, dass ich die Teilnehmer am Boobsday für niveaulos halte. Dies tue ich nicht.
  10. Ich finde, dass ein Tag, an dem man seine Brüste in sein Twitter-Profilbild packt, kein besonders hohes Niveau hat. Wie schon gesagt, es sollte schließlich nur um den Spaß bei der Sache gehen. Und mal ehrlich: Tittöööön!! So, wer entdeckt das Niveau?
  11. Niveaulosigkeit ist nicht Schlimmes. Nicht immer. Und in diesem Fall nicht. Ich finde es toll, dass es auch mal ohne tiefgründige Absichten und Hintergedanken geht.
  12. Das Wort Niveau bezeichnet übrigens die Rangfolge verschiedener Dinge, in unserem Sprachgebrauch nach Wichtigkeit/Nachhaltigkeit sortiert. Die Wichtigkeit oder Nachhaltigkeit dieses Tages ist, denke ich, zu vernachlässigen. Schlimm? Nein.
  13. Zusatz: Wenn ihr mal überlegt, über den Boobsday würde im TV berichtet werden… Welcher Sender käme euch da wohl als erstes in den Sinn? Hm?
  14. Zusatz: Ich lasse mir diesen Tag nicht verderben. Ich genieße den Boobsday wie die letzten Jahren, werde weder die Seite offline nehmen noch die Abstimmung canceln. Dann würden nämlich viele der Teilnehmer nach eben diesen Dingen fragen und mich bitten, es wieder einzustellen. Oder sie würden irgendwohin ausweichen um doch eine kleine Abstimmung durchführen zu können. Alles Käse, warum die Teilnehmer mit der Meinung der Erfinderin belasten.
  15. Zusatz: Es ist nicht wichtig, wer es erfunden hat. Der Boobsday findet auch ohne sie statt. Tat es letztes Jahr quasi auch schon, im Gegensatz zum ersten Jahr hatte sie wohl kein Bedürfnis, die Aktion zu verbreiten.

 

Ich wünsche hiermit weiterhin viel Spaß beim Boobsday, lasst euch die Stimmung nicht verderben, ich tu es jedenfalls nicht! 

 

[info]Ergänzung: Hier noch ein schönes Zitat von Ricarda selber, zum Boobsday 2010:[/info]

[blockquote cite="http://blogblume.de/boobsday-mein-persoenliches-fazit/"]Interviewanfragen zu dem Thema habe ich abgelehnt. Das aus mehreren Gründen. Zum einen glaube ich, dass twitterinterne Aktionen solche bleiben sollten. Zwar twittern aus meinem Umkreis viele, aber der Großteil der Deutschen versteht weder das Twittern, noch Twitter und auch keine Twitteraktionen. Zum anderen finde ich es erstaunlich, wie hellhörig die klassischen Medien auf einmal werden, wenns um Brüste geht. [highlight type="light"]Nein, mal ehrlich irgendwie haben Radio und Fernsehen in meinen Augen größtenteils einen Informations- und Bildungsauftrag. Da sollte man, anstelle von Brüsten im Twitter zu reden, doch lieber irgendwelche Missstände aufzeigen, Geld für Kinder in Afrika sammeln oder ähnliches. Etwas mit Nachhaltigkeit.[/highlight][/blockquote]

Sie sieht das Niveau vom Boobsday also nicht als hoch genug an, als dass im Fernsehen darüber berichtet werden sollte.

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8 replies
  1. Sibel says:

    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich es ziemlich “arschloch-like” finde, wie du hier so öffentlich und direkt gegen Ricarda vor gehst und schlecht dar stellst. Ich habe deine Kommentare (kopfschüttelnd) auf ihrer Seite gelesen und bin der Meinung, dass du dich teilweise nicht klar ausgedrückt hast bzw DU die Ansichten/Meinungen der anderen ignoriert hast. Aber gut. Mein Senf. Dabei belasse ich es auch.

    Antworten
    • Bonsailinse says:

      Bevor Ricarda öffentlich auf Twitter gegen mich wetterte, habe ich nichts derartiges gemacht.

      Ihre Ansicht nicht mehr teilzunehmen und sich zu distanzieren habe ich akzeptiert, was ich nicht tue, ist hinzunehmen, wie man mir Diebstahl, Kommerzialisierung und Beleidigung der Teilnehmer vorwirft.
      Deshalb schrieb ich diese Stellungnahme.

      Antworten
    • pink_fluffy says:

      Und ich muss gestehen, dass es ziemlich dumm ist, sich einzumischen, wenn man von sämtlichen Hintergründen absolut keine Kenntnisse hat! Das sie es an die Öffentlichkeit getragen hat, in einer widerwärtigen Art und Weise, spielt wohl überhaupt keine Rolle? Nicht ein Wort im Vorhinein zu uns, lieber so hintenrum. Das ist natürlich gleich viel besser und anständiger! Sowas hätte man auch privat klären können, statt es jetzt so mies zu machen und breit zu treten. Das ist absolut niedrigstes Niveau!

      Antworten

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